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Tatort Innsbruck: „Veilchen“ im Porträt

Das heiß ersehnte Erscheinen von Joe Fischlers dritten Veilchen-Krimi haben wir zum Anlass genommen, uns das vielleicht beliebteste Ermittlerduo Österreichs einmal genauer anzusehen: Valerie „Veilchen“ Mauser und Manfred Stolwerk.

Thrill in Innsbruck

Joe Fischler kreiert mit Veilchen und Stolwerk Österreichs wohl charmantestes Ermittlerduo – Thrill und Unterhaltung pur!

Thrill und Unterhaltung pur mit Joe Fischlers Veilchen-Krimis! Foto: Watzek Photografie

Wer denkt, im „Heiligen Land Tirol“ geht alles besinnlich und mit rechten Dingen zu, der hat sich geirrt! Man sollte sich nicht vom malerisch beschriebenen Patscherkofelidyll oder der atmosphärischen Altstadt ums Goldene Dachl täuschen lassen, denn in dunklen Gassen wird hier Lösegeld übergeben, in eisiger Kälte wird beschattet – und zwischendurch wird auch mal ein Graukäs gegessen.

Ermittler mit Persönlichkeit und Wiedererkennungswert

Joe Fischlers Debütroman Veilchens Winter ist nicht nur eine charmante Hommage an seine Heimatstadt Innsbruck, sondern auch ein unterhaltsamer und temporeicher Krimi. Die entführte Tochter eines Oligarchen und dessen fragwürdige Verbindung zum Landeshauptmann bringen den Stein für Valerie „Veilchen“ Mauser ins Rollen. Gerade erst von der Wiener Kripo als Leiterin der Abteilung Leib und Leben ans LKA gewechselt, schon befindet sie sich mitten in einem Netz aus Freunderlwirtschaft, Intrigen, Luxushotels und permanentem Unterzucker. Da muss sie natürlich nicht alleine durch – ihr ehemaliger Partner und jetzt Sicherheitsbeauftragter Manfred Stolwerk lässt es sich nicht nehmen, seinem Veilchen, für diesen Spitznamen ist er verantwortlich, mit Rat und Tat und dem einen oder anderen Anti-Witz zur Seite zu stehen. Ihr Spitzname, bei dem man zuerst an fragile, kleine lila Blumen denken mag, rührt übrigens daher, dass Valerie besagte Blume schön öfter ums Auge getragen hat.

Charme und Spürsinn im Doppelpack

Die Neo-Tirolerin, die anfangs noch auf kulturelle Barrieren stößt, wie zum Beispiel richtige Anrede („Sie“? Vorname oder doch Nachname? Oder„du“ und Nachname?), mag zwar manchmal etwas durch den Wind wirken, der unkontrollierbare hellbrünette Afro hilft da auch nicht, sie ist aber nichtsdestotrotz eine ausgezeichnete Kriminalbeamtin. Zusammen mit dem etwas fülligeren Stolwerk, der jederzeit einen Kaiserschmarren einer schönen Frau vorziehen würde – also eine passende Namensverwandtschaft mit dem gleichnamigen Karamell-Kauzuckerl – bildet sie ein überaus sympathisches und zutiefst menschliches Ermittlerduo. Sie ergänzen einander, und vor allem das Zusammenspiel der beiden Protagonisten ist es, was den Veilchen-Krimis ihren besonderen Charme gibt. Sei es Veilchens kleine Souffleuse, die sie ständig dazu auffordert, Dinge zu sagen, die man sich nur denken sollte, oder Stolwerks markanter Lieblingspullover, der gleich in mehrfacher Ausführung gekauft wurde; diese Marotten machen Stolwerk und Veilchen zu etwas Besonderem.

 

Steckbrief Valerie „Veilchen“ Mauser

Spitzname: VeilchenTitelheldin aus Joe Fischlers Innsbruck-Krimi 412 x 1600

Geburtsdatum: 03.01.1973

Geburtsort: Wien

Größe: 170 cm

Größe mit Haaren: 183 cm

Haarfarbe: Blond

Augenfarbe: Grün

Besondere Merkmale: Afro-Frisur

Wohn- und Dienstort: Innsbruck

Polizeiliche Funktion: Leiterin EB 01 Leib/Leben am LKA Tirol

Vater: Staatsanwalt Doktor Hartmut Mauser, geboren am 18.05.1940 in Innsbruck, verstorben am 03.12.1986 in Wien

Mutter: Pauline Mauser, geboren am 10.08.1947 in Wien, Pensionistin

Kinder: Eine Tochter, geboren und zur anonymen Adoption freigegeben am 04.12.1991, Name und Aufenthalt unbekannt

Für alle, deren Spürsinn nun geweckt ist und die selbst Ermittlungen zu den Büchern anstellen wollen, führt hier eine heiße Spur zum ersten Abenteuer mit Valerie und Stolwerk und so manch ein Indiz unter diesem Link führt zu Valerie „Veilchen“ Mausers neuestem Fall!