Hawelka un d Schierhuber (1)

Erstklassige Zweite-Wahl-Ermittler und Helden der Dorftaverne. Hawelka und Schierhuber sind wieder auf Verbrecherjagd

Autor Günther Pfeifer stellt die … ähm … genialen Figuren seiner Mordbuben-Krimis vor:

Es gibt sie noch, die großen Helden, die legitimen Nachfolger von Odysseus, Spartacus oder Richard L… (nein, nicht Lugner, sondern Löwenherz). Männer, die weder Tod noch Teufel fürchten, die keine Gefahr scheuen, die sich aufopfern für ihre Mitmenschen. Untadelige Männer mit einem hellwachen Geist. Männer vom Schlage eines Sherlock Holmes, eines Hercule Poirot oder eines James Bond. Ja, es sind die letzten Helden unserer Zeit, eine vom Aussterben bedrohte Spezies. Es gibt nur mehr wenige, aber es gibt sie:

Hawelka

Josef Hawelka hat den Fünfziger deutlich hinter sich gelassen und die Einssiebzig locker um fast anderthalb Zentimeter überschritten. Sein Gewicht soll hier nicht unnötig aufgebauscht werden, es ist ohnedies stattlich genug. Geboren in Horn hat er dort auch ein kurzes Gastspiel am Gymnasium gegeben, ehe er die Gendarmerieschule in Krems absolvierte. Es folgten fast zwanzig Jahre Dienst als braver Landgendarm. Als die Gendarmerie schließlich mit der Polizei fusionierte, nahm er das zum Anlass und ließ sich zum Kriminalisten umschulen. Seit einigen Jahren ist er nun beim LKA Wien in der Abteilung Leib und Leben, besser bekannt als Mordkommission.

Es geht ihm fast gut, sein gebrauchter Golf wird sicher noch zwei bis drei Jahre durchhalten, seine Wohnung in Meidling ist zwar nicht groß, aber teuer und sein Beziehungsstatus ist leider schon seit längerem „Single“. Er hat sich ein bisschen in Bettina Sommer, eine Kollegin aus der Verwaltung, verschaut… aber das ist nicht so schlimm – in die Sommer verschauen sich alle. Hawelka mag die Dire Straits, sein Feierabendbier beim „Reznicek“ und gelöste Fälle – am liebsten solche, die ihm endlich die Anerkennung seines Chefs, des „Erzherzogs“ einbringen.

„Diesmal sind wir ganz nah‘ dran, Sepp, das spüre ich.
Wir werden den Fall aufklären. Der Erzherzog wird die Ohren anlegen, so schnell präsentieren wir ihm den Täter auf einem Silbertablett.“

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Schierhuber

Josef „Sepp“ Schierhuber ist Hawelkas Partner in guten wie in schlechten Zeiten. Vor… doch schon etlichen Jahrzehnten in Zwettl geboren, bedingt durch den Beruf seiner Eltern in verschiedenen Waldviertler Wirtshäusern aufgewachsen, kennt er das kleine Einmaleins der zwischenmenschlichen Kommunikation auf allen Ebenen auswendig. Vielleicht redet er deswegen eher wenig (kann aber bei Bedarf ganze Gaststuben auf das Beste unterhalten). Auch er kommt ursprünglich von der Gendarmerie. Auch er wechselte erst jenseits der Vierzig zur Kriminalpolizei. Aus Abenteuerlust, und um aus dem Waldviertel wegzukommen, wo seine Exfrau… aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls hört er tagsüber gerne Marschmusik und abends Polizeifunk, weil das so schön beruhigt. Er hat ein Faible für Handfeuerwaffen und fährt einen alten Mercedes, der bei ihm nur „Benz“ heißt. Entgegen anderslautender Gerüchte ist er als Kind nicht in den Zaubertrank gefallen – auch wenn er ein bisschen so aussieht. Er ist der Erfinder des „Sepp-Menüs“ (Großes Bier und kleiner Jägermeister).


„Bier ist ein sehr sensibles Getränk, da kann man irrsinnig viel falsch machen…“

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Der Erzherzog

Johann P. Zauner, Hofrat, Leiter der Abteilung Leib und Leben, genannt „Erzherzog“ schwebt über Dunkelheit und Chaos. Sein Wort ist Gesetz, und wen er liebt, den züchtigt er. So gesehen muss er Hawelka sehr gern haben. Schierhuber übrigens auch. Das heißt aber nicht, dass der Alte seine anderen Untergebenen rücksichtsvoller behandelt. Nein, das ist nicht seine Manier. Er ist laut, er ist ungerecht, er ist launisch, er ist stur, er ist eine Naturgewalt. Er ist… der Erzherzog!

„Ich bin mit allem einverstanden, aber damit bin ich nicht einverstanden, dass wir da eine Polizei machen, wie beim Montessori – oder wie das Pferd heißt – wo jeder tun und lassen kann, was er will!“

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Auskunftsbüro Berlakovic

Die Büroleiterin Herta Berlakovic ist eine legendäre Mischung aus Kummerkastentante, Ulknudel und wandelndem Auskunftsbüro. Bei den Kollegen spricht man daher auch vom „Auskunftsbüro Berlakovic“, wenn man die stattliche Mittefünfzigerin meint, die schneller spricht, als die Polizei erlaubt.

Der Name wird aber auch für das gesamte Viermäderlhaus der Administrationsabteilung angewendet, wo drei Kolleginnen die perfekte Ergänzung zu Herta sind.

„Auskunftsbüro Berlakovic, die Herta is‘! Ah, du, Pepi, gut dass du anrufst, der Erzherzog will einen Bericht von dir. Ich hab der Karin gesagt, dass sie schon einmal irgendwas schreiben soll, zur Beruhigung, sonst frisst er uns alle auf. Aber für dich und den Sepp hab ich auch was Neues, seid’s ihr bereit für das Informationskompott? Pass auf, es ist folgendes…“

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Neu: Günther Pfeifer: Hawelka und Schierhuber spielen das Lied vom Tod.

Man wird sich das Schmunzeln nicht verkneifen können – pointiert treibt Günther Pfeifer in Hawelka und Schierhuber spielen das Lied vom Tod die Exzentrik und Absurdität von Castingshows sprichwörtlich auf die Spitze, denn eine der Teilnehmerinnen wird mit einer Schere erstochen und unsere charmanten Wiener Mordbuben ermitteln.

Wer nun wissen will, warum sich Johanna nicht mehr die Achseln rasieren darf und warum ein Selbstmordversuch Grund zur Freude ist, vor allem für die Dame mit der Waffe:

Seit 5. April ist Hawelka und Schierhuber spielen das Lied vom Tod erhältlich und wir würden diesen Krimi definitiv in die nächste Runde voten!