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Auf den Spuren von Penny Lanz – Gerhard Loibelsbergers Schauplätze und Tatorte

Lisa Bauer-Gauss und Gerhard Loibelsberger

Lisa Bauer-Gauss und Gerhard Loibelsberger

Gerhard Loibelsberger lässt Lieblingsinspektorin Penny Lanz und ihre Kollegen aus der erfolgreichen TV-Serie SOKO Donau/SOKO Wien leben, lieben und ermitteln. An welchen Schauplätzen sich die besten Szenen aus dem mitreißenden Krimi abspielen, zeigt Autor Gerhard Loibelsberger in einer exklusiven Rundreise auf den Spuren von Penny Lanz und Co.

Text: Gerhard Loibelsberger/Fotos: Lisa Bauer-Gauss

Mein SOKO-Wien-Krimi „Killer-Tschick“ spielt definitiv nicht in den Bilderbuchbezirken Wiens. Es ist vielmehr ein Buch, das seine Leserinnen und Leser in die nicht touristischen Gegenden in und um Wien führt. Und ein unbekanntes Gesicht der Stadt offenbart: die größte Binnenhafenanlage Mitteleuropas.

Wir beginnen unsere Rundreise auf den Spuren von Penny Lanz und Co. mit einem Ausflug zum Hafen Freudenau. Wiens Haupthafen, dessen Bild von unzähligen Stapelreihen bunter Container, zahlreichen Container-Kränen sowie den Lager- und Verwaltungsgebäuden namhafter Speditionen geprägt wird. Hier lassen Oberstleutnant Nowak und Major Ribarski die neu eingelangten Container von Mr. Dong durch Beamte der Operativen Zollaufsicht überprüfen.

Wiener Hafen in der Freudenauer

Wiener Hafen in der Freudenauer

Ziemlich am Ende des Hafengeländes befindet sich das „Donauweibchen“. Eine buntschillernde Gaststätte, in der Ribarski den Speditionsunternehmer Zoltán Ádam und dessen Oldtimer Motorrad, eine tschechische Jawa aus den 1950er Jahren, kennenlernt. Wer Hunger hat, kann hier so wie Ribarski ein Hühner Kebab (in Deutschland: Döner) verzehren. Hier gibt es natürlich auch Käsekrainer, Burenwurst, ein Spanferkel und so manch anderen deftigen Imbiss.

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Das Donauweibchen

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Zoltán Ádáms Jawa

Das gekillte Beisl

Zoltán Ádam zeigt Ribarski ein malerisches Beisl beim Alberner Hafen, das seinen Namen von dem nebenan liegenden Friedhof der Namenlosen hat. Dieses Beisl gibt es nicht mehr. Es ist aber nicht zugesperrt. Nein, diese romantische Altwiener Gaststätte wurde gekillt. Heute ist dort, wo ich vor einem dreiviertel Jahr noch eine Saure Wurst gegessen und zwei G’spritzte getrunken habe, nackter Erdboden. Es sieht ganz danach aus, dass die österreichische Bürokratie (Marktamt, Gewerbeaufsicht, Finanzamt …) sowie ein Caterpillar es geschafft haben, dieses wienerische Kleinod dem Erdboden gleich zu machen. Es existiert nur mehr eine platt planierte Fläche.

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Das gekillte Beisl

Stromaufwärts

Wenn wir nun umdrehen und den Handelskai stromaufwärts fahren, kommen wir zu einer Abfahrt mit der Hinweistafel „Pagode“. Hier biegen wir kurz ab, besichtigen die buddhistische Stupa und lassen unsere Blicke über das gegenüberliegende Donauufer schweifen. Dort sehen wir ein paar Daubelhütten. Eine dieser Hütten gehört Ribarski, der hier seine Mußestunden verbringt.

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Ribarskis Daubelhütte an der Donau

Ein idyllischer Ort, an dem Ribarski, Nowak und Ádam einen gemütlichen, alkoholgeschwängerten Grillabend verbringen. Zurück zum Handelskai! Ihn fahren wir weiter entlang und kommen beim Mexikoplatzes am Wachzimmer der SOKO vorbei, wo sich der Arbeitsplatz von Penny Lanz und ihren Kollegen befindet. Nun geht’s weiter bis kurz vor den Allerheiligen Park. Hier parken wir vor einem riesigen Gemeindebau aus den 1920er Jahren, in dem die alte, nikotinsüchtige Anna Hawlicek wohnte.

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Gemeindebau Engerthstrasse

Wir gehen in ihn hinein und schlendern durch seine Höfe. Nach diesem kurzen Ausflug, bei dem wir an die verblichene Frau Hawlicek denken, überqueren wir die Engerthstraße und stehen vor einem wunderbaren Beisl. Im Gasthaus Kopp wird noch echte Wiener Küche gekocht, so wie es meine Großmutter und meine Mutter getan haben. Das Stüberl dieses Gasthauses dient als Vorbild für jenes Beisl, in dem Anna Hawlicek, Bojko Schiwkow und Penny Lanz verkehrten.

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Blick ins Beisl in der Engerthstraße

 

Pennys Nest

Nach einem herzhaften Mahl und einem gediegenen Nussschnaps biegen wir links in die Donaueschingerstraße ein, wo wir anschließend am Lorenz Böhler Krankenhaus vorbeifahren. Penny Lanz erinnert sich an ihren Aufenthalt in diesem Spital mit sehr gemischten Gefühlen …

Lorenz Böhler Krankenhaus

Lorenz Böhler Krankenhaus

Weiter geht es zur Dresdner Straße, zur Krottenbachstraße und von da bis zur Zuckerkandlgasse. Dort parken wir den Wagen, steigen aus und gehen einen romatischen Wiesenweg entlang. Vor uns liegt nun ein Weingarten und dahinter erschließt sich ein wunderbarer Blick auf die Wiener Stadt. Wenn wir uns umdrehen, sehen wir eine exklusive Wohnhausanlage mit großen Terrassen und Balkonen. Hier hat sich Penny Lanz eingenistet. Konkret: Ihr Herr Papa, ein wohlbestallter Anwalt, hat ihr hier eine Traumwohnung mit Blick auf Wien gekauft.

Blick auf Wien von Pennys Terrasse

Blick auf Wien von Pennys Terrasse

 

Endstation Donaustrand

Wir kehren um und fahren Richtung Korneuburg Ost bis Tuttendörfl. Eine schmale Straße führt uns vor bis zur Donau, wo wir vor einer Handvoll malerischer Häuser parken.

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Hier endet unsere Reise. Wir setzen uns in den Garten des Donaurestaurants und genießen den Blick auf den träge dahinfließenden Strom. Zeit für eine Jause oder ein Abendessen. Mahlzeit!

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Gerhard Loibelsberger: Killer-Tschick

Gerhard Loibelsberger: Killer-Tschick

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