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Blutstropfen im Schnee. 7 eiskalte Winterkrimis für die kalten Tage

Fürchtet euch nicht, sagt der Engel in der Weihnachtsgeschichte zu den Hirten, als er ihnen die frohe Botschaft verkündet. Fürchtet euch … doch!, sagen wir, denn auch für die stille Jahreszeit gibt es herrlich spannende Krimilektüre.

Der Winter ist da. Draußen fällt Schnee und überzieht das Land mit einer weißen Decke. Drinnen ist es warm, und heimelig leuchtet Kerzenschein aus den Fenstern. Die perfekte Idylle – oder doch nicht?

Passend zur Jahreszeit haben wir unsere besten Winter-, Weihnachts- und Adventskrimis für euch zusammengetragen: von Innsbruck bis ins Salzkammergut, vom Schneeberg bis Sizilien!

 

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Bernhard Aichner: Schnee kommt

Tag für Tag sitzt Ruben in seinem Sessel und starrt aus dem Fenster. Tag für Tag sieht er den Geldtransporter, der vor der Bank gegenüber hält. Eines Tages steht er auf, geht über die Straße, nimmt einen der unbewachten Geldkoffer und macht sich davon – auf in ein neues Leben. Auf seiner Flucht durch die Nacht gerät er in einen Unfall mitten in einem Tunnel. Während draußen der Schnee fällt und die Straßen gesperrt werden, sind im Tunnel fünf Menschen von der Außenwelt abgeschlossen. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, jeder sein dunkles Geheimnis – ein tödliches Drama nimmt seinen Lauf.

In seinem Roman Schnee kommt inszeniert Bernhard Aichner ein packendes Kammerspiel menschlicher Abgründe – virtuos komponiert, temporeich und bis zur letzten Seite fesselnd.

 

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Joe Fischler: Veilchens Winter

Auf die feucht-fröhliche Willkommensfeier an ihrem neuen Innsbrucker Arbeitsplatz folgt für Valerie „Veilchen“ Mauser direkt die Audienz beim Landeshauptmann. Und der Fall, der ihr dort übertragen wird, hat es in sich: Die kleine Tochter eines russischen Oligarchen wurde aus ihrem Skikurs entführt. Das darf im Heiligen Land Tirol keine Wellen schlagen, weshalb die Untersuchungen streng geheim bleiben müssen. Und auch die neuen Kollegen machen der resoluten Ermittlerin das Leben nicht gerade leicht.

Eine Leiche taucht auf, und ehe sie sich’s versieht, befindet sich Valerie in einem Fall, der rasant Fahrt aufnimmt und in dem sie mehr als nur einmal selbst ins Fadenkreuz gerät. Zwischen Skihotels, Banken und dem lieben Landesvater wittert Veilchen eine Verschwörung und begibt sich in ihrem neuen Revier schnell auf dünnes Eis.

 

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Jacqueline Gillespie: Den Letzten beißen die Schweine

Im idyllischen Neiselbach am Fuße des Schneebergs herrscht Vorweihnachtsstimmung – alles ist verschneit, man backt Kekse und singt Adventlieder. Doch die besinnliche Ruhe trügt, denn der Dorfsegen hängt bedenklich schief: Die Dorfgemeinschaft ist nicht begeistert davon, dass zwei Wiener die Jagd gepachtet haben und mit den traditionellen Gepflogenheiten brechen. Wenig später wird einer der beiden am Fuße einer Felswand aufgefunden – tot. Gefallen ist er nicht, auch nicht freiwillig gesprungen – jemand hat ihn in den Tod gestürzt.

Eine Schneeberger Miss Marple mit Charme und Hausverstand ermittelt: Dr. Patrick Sandor und Kriminalinspektor Müller aus Wien lassen sich nicht lange bitten und nehmen die Ermittlungen auf. Die resolute Neiselbacherin Apollonia mit ihrer besonderen Beobachtungsgabe und viel Hausverstand unterstützt die beiden nach Kräften – immerhin kennt sie das Dorfleben und seine Bewohner sehr genau.

 

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Eva Gründel: Mörderbescherung

Schärfer nie schneiden die Klingen – mörderische Weihnachten in Neapel: Mit Mord und Totschlag wollte Elena eigentlich nichts mehr zu tun haben. Dazu passt: Ihr fescher Giorgio, einstmals Kriminalkommissar, ist jetzt Kunstfahnder. Als er deshalb zu einer Ausbildung nach Neapel fährt, ist auch Elena mit einer Reisegruppe in der Stadt am Vesuv.

Doch lange bleibt es nicht beim ruhigen Liebesglück der beiden: Die Stadt wird durch eine grausame Mordserie erschüttert. Und nach jedem Mord taucht eine geschnitzte Teufelsfigur in einer der allgegenwärtigen neapolitanischen Krippen auf.

Elena und Giorgio kommen auf die Spur eines Komplotts, in dem Drogenhandel und religiöser Aberglaube verschmelzen. Zwischen Neapel, Capri, Salina und Trápani, zwischen Camorra und Carabinieri gehen die beiden auf Mörderjagd- und schon bald bringt sich Elena selbst in große Gefahr. Denn es zeigt sich: Der Inhalt mancher Krippenfiguren ist alles andere als heilig …

 

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Lisa Lercher: Faule Marillen

Ein schauerlicher Knochenfund reißt die friedliche Wachauer Gemeinde Klein Dürnspitz aus dem besinnlichen Advent. Schon bald ist klar, dass es sich bei dem Skelett um die Überreste des ehemaligen Ortspfarrers handelt. Der ist nämlich vor mehr als einem Jahrzehnt auf mysteriöse Weise verschwunden. Was wurde dem umtriebigen und weltoffenen Pfarrer zum Verhängnis?

Major Paul Eigner soll als erfahrener Kriminalist Licht in die Angelegenheit bringen. Keine leichte Aufgabe, stößt er doch bei seinen Ermittlungen auf eine eisige Mauer des Schweigens. Als diese langsam zu bröckeln beginnt, bekommt die ländliche Idylle tiefe Risse: Gerüchte über ein uneheliches Kind des Pfarrers, der seinen weiblichen Schäfchen offenbar mehr als nur ein guter Hirte war, ein gewalttätiger Ehemann und die Anhänger einer katholischen Sekte halten den Major bei seiner Spurensuche enorm auf Trab.

 

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Alfred Komarek: Narrenwinter

Alle Versuche Daniel Käfers, beruflich wieder Fuß zu fassen, waren erfolglos. Bleibt nur noch die Arbeit an seinem Buchprojekt. Gemeinsam mit seiner fotografierenden Freundin kehrt er ins winterliche Salzkammergut zurück, um das legendäre Faschingstreiben kennen zu lernen, eine kurze Zeit zügellos ausgelebten Brauchtums. Die vier wirren Tage bringen überraschend neue Konturen und Ziele in Käfers Leben, stellen aber auch alles in Frage. Karrierechancen tun sich auf, so elektrisierend, dass Vorsicht mehr als angebracht ist. Daran verschwendet Käfer aber keinen Gedanken. Er sieht sich in seinem Element: in der Scheinwelt der Medien und im Maskenspiel der Narren. Mitten im Faschingschaos versucht Käfer, das Schicksal neuer Freunde zum Guten zu wenden. Es geht um die Familie Köberl, die von schweren Sorgen bedrängt wird, über deren Hintergründe aber nichts zu erfahren ist. Vergeblich bemüht sich Käfer, das Geheimnis zu lüften. Bis er im Ausseer Faschingstreiben auf üble Gerüchte und Anspielungen stößt. Da glaubt er, auf der richtigen Spur zu sein …

Komareks dritter Roman aus dem Salzkammergut verwebt Realität und Fiktion zu einem Stoff, aus dem sich Business-Anzüge und Narrenkleider schneidern lassen.

 

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Alfred Komarek: Polterabend

Eine klirrend kalte Vollmondnacht im Wiesbachtal, eine grausige Entdeckung bei der Eisweinlese: In den Rebensaft, der aus der alten Weinpresse rinnt, mischt sich Blut. Bei seinen Ermittlungen findet der Weinviertler Kult-Gendarm Simon Polt Spuren, die ins Rotlichtmilieu jenseits der tschechischen Grenze führen – und wieder zurück, zu einem verhängnisvollen „Polterabend“ ins Presshaus.

Alfred Komarek hat mit seinen Romanen, die ebenso Krimi wie Milieustudie sind, österreichische Krimigeschichte geschrieben. Fünf Fälle von Simon Polt wurden erfolgreich verfilmt, die Hauptrolle spielt Erwin Steinhauer. Besonders ist vor allem die einzigartige Ermittlerfigur Simon Polt. Mit Witz, Charme und Gemütlichkeit schreitet er unbeirrt zur Tat, wann immer es darum geht, ein Verbrechen aufzuklären.

Stets zeichnet Alfred Komarek außerdem sensible Porträts des Weinviertels. Treffend und liebevoll, wie nur er es kann, beschreibt er in „Polterabend“ ein Weinbauerndorf und seine Menschen. Hier geht es nur auf den ersten Blick gemütlich zu – die Idylle ist trügerisch! Exklusiv in dieser Ausgabe: Alfred Komarek im Gespräch über Polt und die Frauen.